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Schildläuse bekämpfen – Diese Tipps und Mittel können helfen

Schildlaeuse bekaempfen

Sie scheinen über Nacht zu kommen, im Gefolge Ameisen, verkrüppelte Blätter und Sternrußtau. Doch was sind Schildläuse eigentlich für Tierchen? Und was kann man dagegen tun? Wie kann man Schildläuse bekämpfen?

Manche Schildlausarten sondern giftige Stoffe ab, die die Pflanze schließlich zum Absterben bringen. Aber auch wenn dies nicht der Fall ist, kränkeln viele Pflanzen unter Schildlausbefall. Grund genug, sich Gedanken darüber zu machen, wie man die Plagegeister loswerden kann – oder noch besser, wie man überhaupt verhindert, dass sie sich über die eigenen Pflanzen hermachen.

Kurzer Überblick

  • Schildläuse gehören zu den Insekten, genauer zu den Pflanzenläusen. Ihr Stechrüssel saugt den Pflanzensaft, von dessen Eiweißen sie sich ernähren.
  • Zur Bekämpfung gibt es verschiedene Möglichkeiten: Mechanische Methoden, Hausmittel, biologische Methoden und chemische Methoden.
  • Worauf solltest du achten? Wie kannst du Schildläuse gezielt entfernen?

Schildläuse bekämpfen: Wir haben folgende Mittel ausgewählt

  • Fertiges Spritzmittel gegen Schildläuse
  • Anwendungsfertiges Mittel mit schneller Wirkung gegen Schildläuse
  • Spray zur Bekämpfung von Schädlingen an Zierpflanzen

Fertiges Spritzmittel gegen Schildläuse

NEUDORFF Promanal AF Neu Schild- und Wolllausfrei 500 ml

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Anwendungsfertiges Sprühmittel des Herstellers NEUDORFF, zur Bekämpfung von Wollläusen, Schildläusen und Spinnmilben an hartlaubigen Zierpflanzen.

Es ist in Innenräumen einsetzbar. Nicht bienengefährlich und zugelassen für den ökologischen Landbau, lt. EG-Verordnung.

Zur Anwendung – ohne weitere Verdünnung direkt auf die Pflanze sprühen, Blattunterseiten mitbehandeln.

Bitte vor Gebrauch, stets Etikett und Produktinformation lesen.

Anwendungsfertiges Mittel mit schneller Wirkung gegen Schildläuse

Celaflor Schädlingsfrei Careo Spray

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SUBSTRAL Celaflor Schädlingsfrei CAREO Spray ist laut Hersteller ein gebrauchsfertiges Spray zur Anwendung an Zierpflanzen.

Der Wirkstoff wird in die Blätter der Pflanzen aufgenommen und im Saftstrom verteilt.

Durch den Zusatz von pflanzenverträglichem Öl, werden auch die Larvenstadien und Eiablagen der Schädlinge zuverlässig mit bekämpft.

Spray zur Bekämpfung von Schädlingen an Zierpflanzen

COMPO Zierpflanzen-Spray, Bekämpfung von Schädlingen an Zierpflanzen

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Nicht Verfügbar

Laut Hersteller befreit das COMPO Zierpflanzen-Spray Zierpflanzen im Zimmer, auf dem Balkon und Terrasse, in Gewächshaus und Garten schnell und zuverlässig von saugenden und beißenden Insekten.

Des Weiteren schreibt der Hersteller folgendes: Mit den enthaltenen Wirkstoffen aus der Natur wird eine sehr gute Sofortwirkung gewährleistet. Es ist sehr gut pflanzenverträglich und hinterlässt keine Ölflecken.

Beratung: Mit diesen Fragen solltest du dich befassen, bevor du Schildläuse bekämpfen möchtest

Sie sitzen z.B. am Gummibaum und am Lorbeer. Sie scheiden Honigtau aus, der Scheiben verklebt und von Bienen zu Waldhonig verarbeitet wird. Wo sie sich ausbreiten, sind sie meistens nicht sehr beliebt. Schildläuse.

Was sind Schildläuse eigentlich?

Schildläuse oder Coccoidea gehören zu den Insekten, genauer zu den Pflanzenläusen. Ihren Namen haben sie von ihrer Lebensweise. Die Weibchen sind meistens standortfest unter einem Schutzschild aus einer wachsartigen Substanz geschützt, unter dem sie auch ihre Eier ablegen.

Zum Legen von Eiern sind sie auch ohne vorherige Befruchtung durch männliche Tiere in der Lage (Jungfernzeugung).

Schildläuse auf einer Pflanze. Sie sind leider so klein, dass sie leicht zu übersehen sind. Das macht die Bekämpfung noch schwerer.

Ihr Stechrüssel saugt den Pflanzensaft, von dessen Eiweißen sie sich ernähren. Der Rest des Pflanzensafts wird nicht gebraucht und von einigen Schildlausarten als Honigtau abgesondert. Die Schildläuse schleudern ihn geradezu von sich.

Die männlichen Schildläuse haben Flügel und dafür keine Mundwerkzeuge, sie können also gar keine Nahrung aufnehmen. Sie leben nur ein paar Tage lang; ihr einziges Ziel ist es, weibliche Schildläuse zu befruchten.

Im Sommer schlüpfen die Larven und wandern in die nähere Umgebung ab, um eine neue Stelle zum Besiedeln zu finden. In Mitteleuropa kommen etwa 90 von den etwa 3000 bekannten Schildlausarten vor. Zwischen 0,8 mm und 6 mm sind sie groß.

Da die Schildlausweibchen sich ab dem zweiten Larvenstadium nicht mehr fortbewegen können, sind sie oft in Tarnfarben an ihre Wirtspflanzen angepasst und kommen vor allem an nicht so gut einsehbaren Stellen wie den Blattunterseiten vor.

Worin liegt das Problem mit Schildläusen?

Schildläuse befallen in Mitteleuropa mit Vorliebe Zimmerpflanzen, oft im Winter oder zeitigen Frühjahr.

Ihre Lieblingsopfer scheinen hartlaubige Pflanzen wie verholzende Exemplare oder Farne zu sein, aber auch auf Johannisbeerblättern sitzen sie gerne.

Orchideen, Palmen, Zitrusbäume und Oleander sind bei ihnen beliebt. Sie sitzen an den Blattunterseiten oder in den Blattachseln, so dass sie kaum zu erkennen sind. Dort saugen sie Pflanzensaft und legen ihre Eier.

Der Honigtau, den diverse Arten ausscheiden, verteilt sich um die Pflanze herum, gerne auch auf die Fensterbank oder Fensterscheibe. Zudem bildet er einen hervorragenden Nährboden für Pilze wie Sternrußtau.

Sind Schildläuse Nützlinge oder Schädlinge?

Ganz klar, für die meisten Menschen sind Schildläuse Schädlinge. Sie verkleben die Fensterscheibe, richten die liebevoll gehegten Zimmerpflanzen zugrunde und sind in Ananasplantagen in der Lage, zur richtigen Plage zu werden.

Die Ameisen und der Sternrußtau, die sie anziehen, sind auch nicht gerade beliebt – erst recht nicht im Wohnbereich.

Und doch gibt es auch Aspekte, unter denen Schildläuse richtiggehend nützlich sein können: Der Honigtau wird von Bienen zu Waldhonig verarbeitet.

Wusstest du dass aus mehreren Schildlausarten rote Farbstoffe hergestellt werden? Schon in der Antike waren derartige Methoden bekannt.

Heute wird der Lebensmittelfarbstoff E120, der unter anderem in Bonbons und Marmeladen enthalten ist, noch aus Schildläusen gewonnen.

Noch vor gar nicht so langer Zeit wurde der rote Campari mit Karmin aus Schildläusen gefärbt.

Schellack, der Grundstoff für die historischen Schellackplatten, heute noch im Geigenbau verwendet, wird aus der Lackschildlaus gewonnen.

Das Wachs verschiedener Schildlausarten kann ebenfalls genutzt werden.

Wie kann man vorbeugend gegen Schildlausbefall vorgehen?

Wie bei vielen Problemen ist es auch bei Schildläusen so, dass Vorbeugung günstiger ist, als hinterher das Problem bekämpfen zu müssen.

Hauptsächlich stehen folgende Maßnahmen zur Verfügung:

Gesunde Pflanzen werden nicht so leicht von Schädlingen angegriffen. Wenn du also dafür sorgst, dass deine Pflanzen am optimalen Standort stehen, genügend Licht und die richtige Temperatur haben, nicht unter Staunässe leiden und ihren Bedürfnissen gemäß gegossen werden, hast du schon einiges getan, um Schildläuse zu vermeiden.

Für die meisten Zimmerpflanzen bedeutet das, dass sie hell genug, aber nicht zu warm stehen sollten. Die Luftfeuchtigkeit muss hoch genug sein.

Außerdem solltest du eine Überdüngung mit Stickstoff vermeiden. Stickstoffüberfluss lässt die Triebe lang und weich werden – ein genialer Angriffspunkt für die Schildläuse.

Die Schildläuse gehören zwar zu den lästigsten Schädlingen, deshalb sollte man aber nicht an ihnen verzweifeln. Das wichtigste ist, dass Du Deine Pflanzen regelmäßig auf Schädlinge untersuchst, denn nur dann kannst Du sie frühzeitig erkennen und sie bekämpfen bevor es zu spät ist.Quelle: botanicly.de/blog/schildlaeuse-bekaempfen

Ein Trick, um Schildläusen vorzubeugen, ist rund um die zu schützenden Pflanzen aromatische Kräuter wie zum Beispiel Wermut zu pflanzen. Das soll die Schildläuse abhalten. Zumindest im Freiland ist dies einen Versuch wert.

Schildläuse haben durchaus natürliche Feinde. Schlupfwespen, Ohrwürmer und Marienkäfer helfen, die Schädlinge im Schach zu halten. Ein Ohrwurmhotel, ein paar unaufgeräumte Ecken im Garten können schon einiges an Vorbeugung gegen den Schädlingsbefall leisten.

Der nächste Trick heißt: Kontrolle. Kontrolliere deine Pflanzen regelmäßig, die Kübelpflanzen vor dem Einwintern auf jeden Fall sorgfältig. Separiere befallene Pflanzen, so dass die Population keine Chance hat, auch noch auf die gesunden Pflanzen überzugreifen. Insbesondere solltest du schon beim Einkauf von neuen Pflanzen ganz genau hinsehen, um nicht die Plagegeister mit einzuschleppen.

Selbst hergestellt Spritzbrühen aus Rainfarn, Wermut oder Knoblauch können ebenfalls vorbeugend eingesetzt werden.

Auch selbst hergestellte Brennesseljauche ist ebenfalls ein gutes Hausmittel und zeigt zumindest vorbeugend eine gute Wirkung. Sie dient vor allem der Stärkung der Pflanzen und weniger der direkten Bekämpfung der Schildläuse.

Wenn du dir Brennesseljauche kaufen möchtest, so findest du auf unserer Seite einen passenden Beitrag dazu. Das gleiche gilt für den Drucksprüher mit dessen Hilfe du die Hausmittel verteilen kannst.

Wie kann man Schildläuse bekämpfen?

Ist es dann erst einmal geschehen und die Pflanze von Schildläusen befallen, kommt man um eine Bekämpfung der Plage kaum herum. Auch dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten: Mechanische Methoden, Hausmittel, biologische Methoden und chemische Methoden.

Welche mechanischen Methoden stehen zur Verfügung?

Bei einem geringen Befall reicht eine rein mechanische Beseitigung aus. Am besten bürstet man die weiblichen Schildläuse mit einer alten Zahnbürste weg oder wischt sie mit einem Lappen ab.

Der harte Wasserstrahl, der oft empfohlen wird, hilft bei Schildläusen eher nicht, weil sie ja fest sitzen.

Bei dieser Methode musst du aber sehr sorgfältig vorgehen, denn unter einer einzigen weiblichen Schildlaus, die du übersehen hast, warten bis zu 250 Eier nur darauf, deine Pflanze neu zu bevölkern.

Mit welchen biologischen Mittel kann man Schildläuse bekämpfen?

Du kannst die Schildläuse auch mit einem Ölfilm ersticken. Es gibt spezielle Spritzpräparate aus Paraffinöl oder Rapsöl zu kaufen, mit denen die befallenen Pflanzen eingesprüht werden.

Achtung: Nicht jede Pflanze verträgt die Behandlung. Gerade Pflanzen mit weicheren Blättern lassen danach oft die Blätter fallen.

Beim Spritzen musst du jedenfalls darauf achten, die Pflanze komplett zu spritzen, damit du nicht etwa ein paar Schildläuse übersiehst. Pflanzen, die mit ölhaltigen Mitteln behandelt wurden, sind zudem in den Tagen danach sonnenempfindlicher als gewöhnlich.

Präparate mit Orangenöl lösen den Wachsfilm der Schildläuse auf und wirken dadurch.

Teebaumöl mit einem Wattestäbchen auf die einzelnen Schädlinge getupft, wirkt genauso. Es hat allerdings den Nachteil, dass es von den meisten Pflanzen nicht vertragen wird und daher wirklich auf jede einzelne Schildlaus getupft werden muss. Dabei darf natürlich keine übersehen werden. Zweckmäßigerweise wiederholst du die Behandlung nach etwa einer Woche.

Gegen Napfschildläuse an Pflanzen im Gewächshaus oder Haus gibt es Schlupfwespen zu kaufen, die an den befallenen Pflanzen ausgesetzt werden und die Schildläuse als Parasiten befallen. Hier musst du aber vorher die Schildlausart bestimmen, die sich bei dir breitgemacht hat – verschiedene Nützlinge parasitieren unterschiedliche Schildlausarten.

Welche Hausmittel helfen gegen Schildläuse?

Eine Lösung aus Alkohol und Schmierseife greift ebenfalls den Schutzschild der Schildläuse an. Allerdings ist diese Lösung ausgesprochen aggressiv. Daher musst du sie unbedingt vorher an einem versteckten Blatt der Pflanze testen.

Wenn die Pflanze die Lösung verträgt, kannst du einen Liter Wasser, 15 ml Schmierseife und 15 ml reinen Alkohol, zum Beispiel Brennspiritus, vermischen. Die Flüssigkeit lässt du eine halbe Stunde stehen und betupfst anschließend die Schildläuse mit einem Wattestäbchen damit. Auch hier darfst du möglichst keines der Tierchen übersehen. Wiederhole die Behandlung alle paar Tage.

Eine Lauge aus 50 g Kernseife und 1 Liter warmem Wasser soll auch den Panzer angreifen, wirkt aber nicht so zuverlässig wie die Lösung mit Alkohol. Du musst die Behandlung dann eine Zeit lang jeden Tag wiederholen, bis die Schildläuse absterben.

Du kannst auch aus 150 g Tabak mit einem Liter heißem Wasser eine Art Tee aufgießen und eine Stunde ziehen lassen und anschließend die Schildläuse damit betupfen. Aber pass auf: Das Zeug ist richtig giftig! Wenn du Kinder oder Katzen oder Hunde hast, lass lieber die Finger davon!

Welche chemischen Mittel gibt es gegen Schildläuse?

Es gibt auch chemische Wirkstoffe, die man im Baumarkt oder Gartenfachhandel meistens in Stäbchenform kaufen kann. Die Stäbchen werden in die Erde gesteckt und der Wirkstoff dann über die Wurzeln der Pflanze aufgenommen, in den Pflanzensaft überführt, mit dem die Schildlaus ihn aufnimmt.

Diese Stäbchen sind nur für reine Zierpflanzen zugelassen und wirken bei Topf- und Kübelpflanzen am besten.

Allerdings ist ihre Wirksamkeit in der Wachstumsperiode der Pflanzen deutlich höher als in der Ruhezeit. Es gibt chemische Wirkstoffe auch zum Sprühen.

Ein weiteres Mittel zum Bekämpfen der Schildläuse, ist Orangenöl als natürlicher Wirkstoff.

Das Mittel aus dem Video findest du hier*.

Man sollte sich jedoch immer überlegen, ob eine Bekämpfung mit einer sanfteren Methode nicht doch ausreicht.

Was muss man bei der Bekämpfung von Schildläusen noch beachten?

Schildläuse sind meistens vor allem lästig, sie können aber bei massivem Befall Pflanzen durchaus zugrunderichten.

Es gibt verschiedene Methoden, um sie loszuwerden, von der Zahnbürste bis zur chemischen Keule. Wichtig ist es, die Begleiterscheinungen wie Ameisen rechtzeitig mit zu bekämpfen, sonst werden die Ameisen ihre ‚Haustierchen’ zumindest gegen Nützlinge verteidigen.

Die verschiedenen Mittel solltest du jedenfalls vorher an einem einzelnen Trieb oder Blatt testen – einige davon werden nicht von allen Pflanzen vertragen.

Und zum Schluss das Wichtigste: Du musst dran bleiben. Schildläuse sind Meister im Verstecken und außerdem vermehren sie sich unglaublich schnell.

Quellen und interessante Links

Das schreibt Wikipedia über Schildläuse.


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